Büchsenmacher/Lehrlinge
 
Büchsenmacher Lehrabschlussprüfung 2003
Zur diesjährigen gesamtschweizerischen Lehrabschlussprüfung der Büchsenmacher sind 7 Lehrlinge angetreten.

 
Sie zeigten Einsatz und stellten sich der Herausforderung der neugestalteten Prüfung. Vormals wurden verschiedene Arbeiten an dem Mauser K 98 zur jagdlichen Abänderung geprüft. Nun ist neu eine Arbeit verlangt worden, welche allen Berufsrichtungen (Jagd-, Sport-, Combat und Faustfeuerwaffen) entspricht. An dem Werkstück wurden Fräs-, Dreh-, Feil-, Bohr-, Löt-, Gewindeschneid- und Einpassarbeiten verlangt. Vorteil dieser Teile ist die Tatsache, dass unwahrscheinlich viele Punkte messbar und mit den vorgegebenen Toleranzen Punktezahen erreichbar sind, was wiederum eine faire Benotung ergibt.
Die Prüfungsarbeit besteht aus einem modernisierten Hakenstück mit diversen Fräsarbeiten. Es wird ein Gewinde für die Aufnahme des den Lauf bedeutenden Drehteils gebohrt und geschnitten. Am Drehteil sind diverse, unterschiedliche Drehvorgänge vorhanden wie Radien, Einstiche, Konus und Passflächen. Zudem muss eine Prismeneinfräsung für die Aufnahme des zusätzlich zum Korn zu feilenden Visiers angebracht werden. Auf die mittels Reibahle aufs Mass gebrachte Kornträgerhülse wird das Korn im Weichlotverfahren in die eingefräste Nut befestigt. Das Visierblatt wird mit Silberlot auf die Prismenplatte verbunden. Einzig die Schweissarbeit wird an einem zu biegendem Teil separat ausgeführt und ergänzt die verschiedenen Bearbeitungsmethoden. Die Metallarbeiten („Hakenstück“ + „ Lauf „) werden in einen Nussbaumkantel eingepasst.

 
Die Metallarbeiten („Hakenstück“ + „ Lauf „) werden in einen Nussbaumkantel eingepasst. Die wesentlichen Vorteile der Prüfungsarbeit sind:
· Höchstmögliche messbare Möglichkeiten zur Benotung
· Beinhaltung aller alltäglich anfallenden Bearbeitungsmethoden
· Arbeiten, welche in allen Betriebsrichtungen vorkommen
· Kostengünstiges Werkstück
· Wie im Baukastensystem änderbar, also über mehrere Jahre hinweg anzuwenden.

Zur Abklärung des Fachwissens wurden Optik, Fachzeichnen, Fachrechnen und Berufskunde geprüft. Praktisch wurde die Erkennung von Defekten an unterschiedlichsten Waffen, vom Luftgewehr bis hin zum Halbautomaten getestet.
Mittels eines Fragebogens wurde das Wissen über Waffen aller Art, Munition und Waffentechnik allgemein festgestellt. Dank der Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Swissmechanic in Lenzburg, des Repräsentanten der Firma Carl Zeiss AG, den SBV Experten und dem Einsatz der Prüflinge darf die neugestaltete Lehrabschlussprüfung mit ähnlichen Notendurchschnitten wie in anderen Jahren sicher als Erfolg gewertet werden.
 
   
   
   
   
 
 
 
 
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